Vierhändige Stücke für Anfänger gesucht

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    • Vierhändige Stücke für Anfänger gesucht

      Hallo,

      ich suche vierhändige Stücke, die ich mit meiner Nichte (8 Jahre) zusammen spielen kann. Sie hat seit etwa eineinhalb Jahren Klavierunterricht, übt einigermaßen fleißig und kann Stücke auf dem Niveau der leichteren Stückchen aus dem Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach spielen.

      Leider kenne ich mich mit vierhändiger Literatur überhaupt nicht gut aus, schon gar nicht im Anfängerbereich. Kennt Ihr etwas hübsches in entsprechendem Schwierigkeitsgrad (der Part des zweiten Spielers darf auch gern etwas anspruchsvoller sein), das wir mal ausprobieren könnten? Es darf auch ruhig ein bisschen lustig sein, schließlich soll es meiner Nichte auch Spaß machen und ggfs. mal bei einer Familienfeier zu Gehör gebracht werden..

      Schon mal vielen Dank und viele Grüße
      Lila
    • Hi Lila!

      In Krentzlins Klavierschule "Der junge Pianist", Band 1, sind 2 Abschnitte mit vierhändigen Stücken!

      Ich habe das Heft hervorgeholt, um sie zu benennen:

      S. 18 - 23: Diese sind nat. sehr kurz, aber klingen ausnahmslos schön! :

      Ein Frühlingstag
      Walzer
      Auf dem grünen Rasen
      Sonntagslied
      Allegretto
      Abendlied ( das ist wirklich schön!! )
      Das ABC
      Menuett
      Weihnachtslied ( aber das ist GANZ kurz, "Morgen, Kinder, wird's was geben" )

      Der zweite Abschnitt ist weiter hinten im Buch, S. 50 - 59, und da sind die letzten Stücke auch länger, und auch für Kids schon knubbelliger!

      Es klappert die Mühle
      Walzer
      Die Abendglocken
      Drunten im Unterland
      Ungarischer Tanz ( der ist super! )
      Lieder der Jugend ( ein Potpurri, 1 Seite und WDH ) aus: Muss i denn und Das Wandern ist des M's Lust )
      An der schönen blauen Donau, J. Strauß ( ebenfalls 1 Seite )
      Melodie aus "Der Postillon von Lonjumeau" von Adam. ( ebenfalls je 1 Seite )

      Die Dinger machen Spaß, leider hatte ich keine 4-Hand-Partner, so versuchte ich ( und auch heute noch, bei leichteren 4-Hand-Sachen ), es trotzdem allein zu spielen, und passe ggf. Tonhöhen an beim draufsehen, so dass Melodie von Primo in secondo handgerecht eingebaut werden kann - etwas diffizil, aber ist wie Denksport, weil man ja flächig gucken und sofort agieren / reagieren muss, zuzüglich ggf. Anpassungen.

      Weiters: Ich hab noch ein oder 2 Weihnachtsliederbücher, wo die sind, weiß ich aber jetzt nicht, hier fliegt alles rum, das eine ist so ein kippformat, also so länglich zum blättern, nicht a 4, da sind auch ganz tolle Stücke drin, für 4 Hände, sowas wie Alleluja, und Es wird scho glei dumpa, und polnisches Weihnachtslied usw., ich guck mal ob ichs finde. wenn ja, trag ich die Stücke hier nach, und den Buchtitel. Auch diese lassen sich - per Denksport - alleine schaffen, mit 2 Händen, und wie gesagt dann etwas "Umdenken" wg. Melodie-Einflechtung von Primo.

      LG, Olli!
    • Henry schrieb:

      Hallo Lila,

      meinst des könnt was sein: (video der Übersichtlichkeit halber gelöscht) ?

      Viele Grüße

      Henry
      Lieber Henry,

      die Sonate ist auch sehr schön (ich habe sie noch nicht gekannt, Schande über mich), allerdings glaube ich, dass sie noch etwas zu schwierig ist. Das vierhändige Experiment soll ja nicht im Frust enden. Aber vielleicht in ein oder zwei Jahren, mal sehen.

      Viele Grüße
      Lila
    • Lila schrieb:


      allerdings glaube ich, dass sie noch etwas zu schwierig ist. Das vierhändige Experiment soll ja nicht im Frust enden.



      Ich hatte das Stück mal mit zwei Madel nach ein einviertel Jahr Unterricht mal gemacht, muß allerdings zugestehen daß diese beiden arg fleißig waren, nach anderthalb Jahren mußt ich die an eine klassische Klavierpädagogin abgeben, die vierhändigen Stücke von Brahms waren mir dann doch eine Nummer zu hoch :pinch:

      Viele Grüße

      Henry
    • Henry schrieb:

      Sag mal destenay, haben wir beide ne Vorliebe für D-Dur, oder läßt sich die Tonart einfach nur am leichtesten spielen? :D

      Viele Grüße

      Henry


      Ohhhhh Henry ! hättest Du lieber nicht danach gefragt :thumbsup:

      Abraham Bartolus 1614 in seiner - musica mathematica -

      Das D wird dem Jovi zugeeignet, vnd gleichwie derselbe sonderliche andächtige vnd sittsame Leute machet, vnd ihre affecten zu sonderlicher andacht in ihren Religionsvbungen, Sie mügen recht oder vnrecht seyn, treibet: Also erreget auch dieser Thon eine sonderliche andacht vnd gravitetische sittsamkeit in den gemüthen der menschen, vnd wird billich sehr wohl gebrauchet in Kirchen aus demselben zu singen. :lol: :lol: :lol:

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    • destenay schrieb:

      Das D wird dem Jovi zugeeignet,


      Destenay, Du wühlst ja in allerhand alten Folianten herum :D interessant...! :=))

      Vielleicht kurz dazu, WARUM das D auf sprachlicher Ebene dem "Jovi" zugeordnet worden sein könnte ( Jovi bzw. Iovi = Dativ von Iuppiter. Zeus in Griechenland. Nicht dass jemand denkt, Jovi wäre irgendein Landbewohner in den Dolomiten :D :D ... : )

      Zitat aus auch altem Foliant, allerdings nicht so alt wie Deiner, sondern von 1910 ( Großer Stowasser, Lateinwörterbuch ) :

      § 24, S. IX :

      § 24. Auch der andere Halbvokal j ist im Griechischen meist völlig erloschen, vgl. häpar ( Gr. ) - iecur ( Lat. ) [ Anm. Olli: Leber ] . Doch zeigt er sich manchmal noch im Wortanfang als Zeta, vgl. zeugnymi zygon - iungo iugum [ Anm. Olli: ich "lege" / "verbinde" das Joch ]. Stets ist er mit anlautendem d zu Zeta verschmolzen; so ist Zeu aus Djeu entstanden, vgl. Dios. Das Latein hat diese Gruppe dj zu j vereinfacht; daher hieß Zeu pater hier ursprünglich Jeu pater, woraus ( nach §§ 40, 47 f. ) Juppiter. Das späte Latein verhielt sich dagegen hier wie das Griechische: Wenn diabolus diaconus bei schnellem Sprechen zu djabolus djaconus wurden, so entstand daraus zabolus zaconus.


      Da bleibt also nur zu sagen:

      JOVI, spann an! 'Sch gipt Gwittä ! D'sch Gviech musch ascho no gmolkä werd' :D :D :D :D

      LG, Olli! :h:h: :h:h: :h:h: